Fotoausstellung: Liselotte Strelow (1908 – 1981) Fotografie

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03 Sep – 23 Oct 2010

Johanna Breede
PHOTOKUNST
Fasanenstr. 69

10719 Berlin

Liselotte Strelow gehört zu den bedeutendsten und arriviertesten Vertretern deutscher Portrait- und Theaterphotographie des 20. Jahrhunderts. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren hat sie das Bild der deutschen Photographie geprägt. Ihre Kamera war Treffpunkt vieler interessanter Gesichter und Persönlichkeiten, so dass eine umfangreiche Bildergalerie, eines der markantesten Panoramen subjektiver Menschendarstellung, entstand – heute zugleich ein Stück Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die Protagonisten der Bildenden Kunst, der Literatur, des Theaters oder auch Größen der politischen Szene, wie auch Vertreter der Industrie und Wirtschaft – sie alle sind im Portraitarchiv von Liselotte Strelow zu finden: Marlene Dietrich, Helene Weigel, Gottfried Benn, Salvador Dali, Henry Moore wie auch Joseph Beuys mit seinem Sohn Wenzel. Das Doppelportrait, aufgenommen im März 1967 in Beuys Düsseldorfer Wohnung am Drakeplatz 4, ist eines ihrer Meisterwerke. Es reflektiert ihr gesamtes Ouevre- sei es inhaltlich wie auch technisch. Liselotte Strelow überträgt sich in ihrer ganzen Subjektivität, eine wesentliche Eigenschaft des von Klaus Honnef geprägten Begriffs der Autorenphotographie.
In ihren Portraits regiert ein Menschenbild, das alle Klischees unterläuft und sich der Konfektionierung des Menschen im photographischen Abbild widersetzt. Das menschliche Gesicht allein ist Ausdrucksträger. In ca. zweistündigen Sitzungen destillierte sie das Charakteristische, die Physiognomie ihrer Modelle heraus. Es entstanden viele Einzelbilder – oft 100 bis 120 Aufnahmen pro Sitzung – um endlich in nur einem einzigen Portrait möglichst viele verschiedene Charakterzüge zu sammeln. Diese Sehnsucht nach fesselnden Wesenszügen in einem Gesicht, kennzeichnet die Qualität Strelowscher Photographie.

Fotoausstellung: Jürgen Klauke “Sonntagsneurosen”

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3. September – 16. Oktober 2010

Galerie Anita Beckers
Frankenallee 74
60327 Frankfurt

Jürgen Klauke  zählt zu den wichtigsten Performance-, Foto- und Medienkünstlern in Deutschland.  Als Pionier der Body Art hat er nicht nur Geschichte geschrieben, sondern auch dem Diskurs über Identität seit den siebziger Jahren eine visuell-gedankliche Basis geliefert. Die in dieser Zeit entstandenen Filme haben nichts an ihrer Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil, sie stehen als Kontinuum für den politischen Zustand unserer Gesellschaft und gleichsam auch als künstlerisches Vorbild nachfolgender Generationen. Bereits in den 1970er Jahren hat Klauke die Fotografie als Instrument benutzt, um sich und die Welt zu befragen. Den meist eigenen Körper verwendet er dabei als zentrales Ausdrucksmedium seiner theatralisch inszenierten Fotografien in unnachgiebiger Weise. In „Sonntagsneurosen“ zeigt sich diese kritische Auseinandersetzung als Symptome des Zustandes der gegenwärtigen Gesellschaft. In einer melancholischen Ästhetik wird die paranoide Struktur unserer gegenwärtigen Welt vorgestellt. Die Akteure dieser Choreographie wirken eingefroren, maskenhaft und verweisen nicht mehr auf sich selbst; sie haben die Sphäre subjektiver Befindlichkeit bereits verlassen. http://www.galerie-beckers.de/index.php

TINA BERNING & MICHELANGELO DI BATTISTA “FACE/project”

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4. SEPTEMBER BIS 30. OKTOBER 2010

CAMERA WORK

Kantstraße 149
10623 Berlin


Die Galerie CAMERA WORK zeigt mit »FACE/project« erstmals eine Einzelausstellung der Künstler Tina Berning und Michelangelo Di Battista in Berlin.
In der Ausstellung werden über 30 Arbeiten gezeigt, darunter größtenteils Unikate. Tina Berning und Michelangelo Di Battista verwischen in ihrer Zusammenarbeit die Grenzen zwischen Modefotografie, Zeichnung und Malerei. Die beiden trafen sich das erste Mal anlässlich einer Beauty-Strecke für die VOGUE ITALIA im Sommer 2007. Schnell wurde ihnen das große Potential ihrer Fähigkeiten in der kreativen Zusammenarbeit bewusst. Sie erkannten während des Shootings, dass sie gemeinsam ein Terrain betraten, das sie unabhängig voneinander zuvor schon fesselte: Die Manipulationsmöglichkeiten des Computers ignorierend, verbanden sie ihre Arbeitsfelder Fotografie und Zeichnung anachronistisch auf analoge Weise.

http://www.camerawork.de

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