Interview mit Ivo „Crazy Ivory“

76ce_3531037689_0eede081ee.jpgWomit beschäftigst Du Dich beruflich (falls Fotografie nicht Dein Beruf ist)?
Ich bin im Moment 20 Jahre alt und habe im September eine Ausbildung zum Werbekaufmann in einer Werbeagentur begonnen. Davor habe ich nach meinem Abitur den Zivildienst erledigt während dem auch viele meiner Bilder entstanden sind(zu viel Freizeit und zuviele Ideen).

Weiche Rolle spielt Fotografie in deinem Leben?
Fotografie hat sich in der Zeit zu mehr als einem Hobby entwickelt. Es ist mein Ausgleich in der Freizeit. Es sind die Momente in denen ich mich am Besten entspannen kann. Und ich habe meine Kamera IMMER dabei, denn was ich am meisten hasse sind tolle Situationen und Momente die ich nicht festhalten kann. Mir ist es ein paarmal passiert, dass ich meine Kamera zuhause ließ. Ich habe es meistens bereut. Desweiteren ist der Kontakt mit anderen Fotografen, eine lehrreiche interessante Sache die mich Fotografie auch als Medium zum Leute kennenlernen sehen lässt. Ich habe mich schon mit diversen Fotografen getroffen die über Flickr kennengelernt habe und mit vielen habe ich immernoch engen Kontakt. Es sind sogar Freundschaften entstanden. Darunter waren mehrere internationale Bekanntschaften z.B. aus der Schweiz, Chile oder den USA.

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Als ich mit der Fotografie anfing war sie eher ein Mittel zum Zweck als wirklich eine Berufung oder ähnliches. Ich hatte schon immer Interesse daran mich mit Bildbearbeitung auseinanderzusetzen und irgendwann fing ich damit einfach an und brachte mir alles selbst bei. Dabei halfen mir Dinge wie Tutorials im Internet, Bücher etc. . Einen Ansprechpartner hatte ich nicht. Irgendwann, als ich besser wurde, reichte es mir nicht mehr nur Bilder aus dem Internet zu bearbeiten, da ich die Ergebnisse ja nicht vollkommen als „Mein Werk“ benennen konnte. Also schnappte ich mir die 5MP Knipse meiner Eltern und fing an im Garten Blumen zu fotografieren. Die Ergebnisse nach der Bearbeitung begeisterten mich.

Welche Fototechnik benutzt Du jetzt?
Ich ging ab dem Zeitpunkt immer wieder raus, spielte noch mehr rum und schon nach 2 Monaten hatte ich die Entscheidung getroffen das eine DSLR her musste. Finanziell war das möglich also kaufte ich mir meine bis heute erhaltene Canon EOS 400D inkl. Canon 18-55mm + Canon 50mm f/1.8 + Tamron 70-300mm. Ich legte bei der Auswahl meines Equipments keinen Wert auf Tests oder Ähnliches. Ich kaufte nur nach Brennweiten um einen möglichst großen Bereich abzudecken. Ich empfand es als Anfänger als Unsinn mehr als 150 euro für ein Objektiv auszugeben und diese Einstellung hat sich auch bis heute nicht geändert. Ich bin mit der Auswahl mehr als glücklich.

Was fällt Dir beim Fotografieren am Schwersten?
Fokussieren im Dunkeln und Menschen portraitieren. Aber an beidem arbeite ich.

Was inspiriert Dich?
Inspiration bekomme ich von allem. Ich sehe mir viele Bilder im Netz an, gehe sehr aufmerksam durch die Straßen oder spiele an regnerischen Tagen einfach mit alltäglichem Zeug rum. Und oft fange ich einfach an zu fotografieren und die Ideen kommen von selbst. Ich halte die Kamera einfach auf alles was ich interessant finde. Irgendwas kommt dabei immer heraus. Und alte Dinge finde ich sehr inspirierend.

Hast Du einen Lieblingsort?
Da gibt es viele. Eine besondere Zuneigung habe ich zu alten Gebäuden, von denen unzählige in Berlin verteilt sind. Ich liebe es mir die Geschichten vorzustellen, in alten Unterlagen zu wühlen und einfach die Atmosphäre aufzunehmen. Die besondere Schwierigkeit dabei ist es die Atmosphäre auch auf den Bildern einzufangen, die ja zwangläufig nur auf die Augen wirken. Das besondere vor Ort sind ja die Gerüche, die Spinnenweben, die Dunkelheit. Und irgendwie auch das illegale und die Gefahr die durch ungesicherte Löcher im Boden, brüchige Wände, Nägel usw. überall präsent ist. Das auf einem Bild einzufangen ist die größte Herausforderung und immer wenn es klappt macht es mich glücklich.

Ein Film, der etwas in Deiner Weltanschauung verändert hat, ist…
Da würde ich zwei nennen. 1. „Die Fälscher“ 2. „Von Löwen und Lämmer“

Welche Rezepte für bessere Fotos könntest Du Anfängern geben?
Probier dich aus und mach einfach. Und vorallem lass dich nicht von der Erwartungshaltung anderer einschränken. Und hab Spaß! Das ist das wichtigste und vorallem merkt man es dem Ergebnis an. Außerdem ist es meiner Meinung nach wichtig sein Equipment zu kennen. Damit meine ich nicht die Gebrauchsanleitung zu lesen sondern das es in manchen Situationen unglaublich wichtig ist zu wissen wo welcher Knopf sitzt. So oft wie ich in komplett stockfinsteren Räumem Objektive wechseln musste und Einstellungen anpassen musste empfinde ich das als wichtigen Punkt. Außerdem verhindert man so das einem die Momente durch die Lappen gehen weil man nicht weiß wie man die Belichtungszeit anpasst.


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