Interview mit Fotograf Frank Johannes


Deine Fotografie für Dich ist …
zuerst mal ein Mittel Geld zu verdienen – ein sehr schönes.
Aber trotzdem macht mir die Fotografie in erster Linie auch sehr viel Spaß.
Wenn ich ’ne Kamera in der Hand habe und fotografieren kann, geht es mir immer irgendwie gut. Ansonsten wäre ich in diesem Beruf auch definitiv falsch. Ohne eine gewisse Leidenschaft geht das meiner Meinung nach nicht.

An weichen Projekten arbeitest Du jetzt?

Zur Zeit investiere ich viel Zeit als Herausgeber und Fotograf in mein Online-magazin BRUNO (www.brunomagazin.de )
Dazu habe ich noch je eine Dozentenstelle in Berlin und Nürnberg. Dann kommen noch Werbeaufträge, Porträtaufnahmen und Editorials für Magazine dazu, und ich plane noch gerade an einem Buchthema und einer Einzelausstellung.
… über Langeweile kann ich mich also nicht beklagen.


Was genau willst Du auf Deinen Fotos festhalten?

Ich glaube in der Hinsicht sehe ich das nicht mehr so romantisch wie anfangs.
Für mich gibt es prinzipiell erst mal 2 Arten von Fotos.
Die einen, die sind gut, wenn Sie dem Kunden gefallen. In dem Fall bin ich einfach nur Dienstleister und muss mein Ego zurückstellen. Da gibt es dann Vorgaben und Ideen, die ich dann so gut wie möglich umsetze und dafür Geld bekomme.
Bei der zweiten Art, geht es mehr um mich und die Umsetzung meiner eigener Ideen.
Und besonders schön ist es, wenn diese beiden Arten zusammen kommen; mich also ein Kunde für die Entwicklung von Ideen sowie die Umsetzung bucht. Er deshalb zu mir kommt, weil er meine Art zu fotografieren besonders schätzt und mag.
Dies ist allerdings leider nicht immer der Fall … aber immer öfter.

Was kann in Arbeiten anderer Fotografen Dein Interesse erwecken?

Meist ist es der „das-könnte-ich-nie“-Moment. … oder es sind Fotos, die ich so noch nicht gesehen habe.
Das passiert allerdings wirklich selten. Durch das Internet und die ständige Präsenz von Bildern ist man da ganz schon übersättigt und hat irgendwie das Gefühl schon alles gesehen zu haben. Aber gerade dann sind Überraschungen umso schöner.
…und dann gibt es noch die humorvollen Bilder à la Martin Parr. Die freuen mich immer.

Wer ist Dein(e) Lieblingsfotograf(in)?

Da gibt es eine ganze Menge und das wechselt auch ständig.
Einer der mir seit langem gefällt ist Juergen Teller und der oben erwähnte Martin Parr.
Aber auch die Klassiker, wie Avedon, Lindbergh, Corbijn, Newton oder Cartier-Bresson schaue ich mir immer wieder gerne an.

Auf welches foto bist Du stolz?

Ein einzelnes Foto, worauf ich stolz bin gibt es nicht.
Ich denke, daß wäre etwas wenig und kurzfristig gedacht. Meiner Meinung nach muss man sich als Fotograf immer wieder neu beweisen und sollte sich nie auf dem Erreichten ausruhen.
Von sowas wie dem „Foto meines Lebens“ halte ich persönlich nichts. Das würde ja bedeuten, daß danach nichts mehr käme.

Was fällt Dir beim Fotografieren am Schwersten?

Die große, schwarze Tasche mit den vielen Stativen. Die ist auf jeden Fall am schwersten.

Welche Ratschläge könntest Du Anfängern geben?

… einen „gescheiten“ Beruf zu erlernen … sowas wie Rechtsanwalt oder Papst oder Pharmavertreter.
und vor allem nie vergessen: „Blende Acht, wenn die Sonne lacht!“



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2 total comments on this postSubmit yours
  1. sehr schöne und unterhaltsame fotos, mag ich sehr

  2. Danke schön Osman !
    lg Frank

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