Interview mit Fotograf Beat Eisele


Wie begann Deine Fotografie?

Ich habe vor knapp 5 Jahren begonnen, die Kamera bewusster einzusetzen als nur für Urlaubsfotos. Angefangen hat alles mit Streetfotografie, Architektur und Technikdetails. Irgendwann habe ich dann aus Neugier versucht, einen Menschen zu Fotografieren. Der Erfolg dieses Versuchs war für mich ein Schlüsselerlebnis für meine Fotografie, seither lässt mich die Kunst des Portraitierens nicht mehr los.


Was ist Deine Fotografie für Dich?

Die Fotografie ist für mich einerseits Ventil und Ausgleich zum beruflichen Alltag. In meinem Beruf als Analyst in Projekten beschäftige ich mich oft mit nüchternen Zahlen und planerischen Details. Die Kreative Arbeit hinter der Kamera und an Photoshop gleicht dies aus. Gleichzeitig ist mir die Fotografie mittlerweile auch zu einem wesentlichen Element in meinem Leben geworden. Von einem Hobby hat sie sich zu einer Leidenschaft entwickelt, die mich nicht mehr los lässt.

Was inspiriert Dich?

Sehr Vieles, ganz unterschiedliches. Von guten Filmen über schlichte Momente im Alltag oder Bilder, die sich aus Büchern entwickeln, ist alles möglich. Und oft ist es dann dennoch so, dass sich ein Moment ungeplant ergibt der so gut ist, dass man ihn gar nicht hätte Planen können. Wenn ich exakt dann die Kamera in der Hand habe, das Licht stimmt und und ich schnell genug bin, diesen Moment festhalten kann, dann stellt sich dieses Gefühl ein, das mich dazu gebracht hat, Fotograf zu werden. Unbeschreiblich. Und unbezahlbar. Einzigartig.

Was kann in Arbeiten anderer Fotografen Dein Interesse wecken?

Einzigartigkeit, eigener Stil, eigene, andere Sichtweisen. Alles, was sich von den üblichen 0815-Bildern unterscheidet, die das Web und Magazine überschwemmen. Bilder mit Gefühl, mit Story. Aussergewöhnliche Geschichten.

Wer ist Dein Lieblingsfotograf?

Da gibt es viele. Gregory Crewdson ist sicher vorne mit dabei. Aaron Hawks unbedingt. Kai Calvato hat einen einzigartigen Stil. Aus der Schweizer Szene muss man Nicolas Henri und Andrea Ebener nennen. Zwei der jungen Wilden, die internationales Potenzial haben. Von den Klassikern sehe ich mir Arbeiten von Richard Avedon und Jeanloup Sieff sehr gerne an. Und natürlich Newton. Wer liebt Newton schon nicht?

Was fällt Dir beim Fotografieren am Schwersten?

Das Editing. Die Selektion der besten Bilder aus einem Shooting. Ich sitze oft lange über den Ergebnissen und kann mich nur schwer für die echten Perlen entscheiden. Und entscheide oft auch falsch. Editing ist eine Kunst für sich.

Wie lange wohnst Du schon in Zürich? Welche Plätze magst Du am liebsten?

Ich lebe seit ca. 10 Jahren in einem Vorort von Zürich, bin aber täglich in der Stadt. Der Hauptbahnhof und die Bahnhofstrasse sind für mich Plätze mit ganz eigenem Charme. Ich entdecke immer wieder Neues, auch wenn ich schon jeden Meter davon mehrmals abgelaufen bin. Zürich ist grossartig.

Zur Internetseite von  Beat Eisele


2 total comments on this postSubmit yours
  1. i love beat’s fotos! 🙂

  2. I like these photos — they“re really great

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