Interview mit Fotografin Kirsten Becken

Deine Fotografie ist für Dich…
Bilder zu schaffen hat mich schon immer fasziniert: Komposition, Stimmung, Ausdruck und Wandel der dargestellten Person bilden die Spannungsfelder in meiner Fotografie.
Am liebsten fotografiere ich Menschen und versuche mich an echten Portraits, die möglichst nah an der Wesenheit der abgebildeten Person sind. Zur Zeit fokussiere ich mich allerdings stärker auf Editorial & Mode als auf Portraitfotografie und versuche mehr und mehr in dieser Richtung zu schaffen. Mit 15 hatte ich schon meine erste VOGUE und meine Regale sind bis heute gefüllt mit Ausgaben meiner Lieblingszeitschrift

Strebst Du nach Perfektion in Deinen Werken, oder lässt Du auch Platz für Freiheiten?
Müsste ich mich festlegen, würde ich die Freiheit wählen.
Perfektion schleicht sich zyklisch in meine Bilder: Ich steigere mein Wissen mit jedem Projekt und nehme die Erfahrungen an. Wichtiger als präzises und kontrolliertes Arbeiten ist mir Ideenvielfalt und Unberechenbarkeit. Wäre alles allzu genau kalkuliert, würde es mir nicht halb so viel Spaß machen.

Wer ist Dein Lieblingsfotograf?
Mehrere Persönlichkeiten faszinieren mich. Ob David Bellemere, Nick Knight, Annie Leibowitz oder Karl Lagerfeld – Modefotografen strahlen Glamour, die Liebe zur Mode und Feinsinn für Momente und Ausdruck aus. Darüber hinaus gibt es unglaublich viele Richtungen die mich inspirieren. Rineke Dijkstra’s Militärportraits zB.

Was bringt Dir mehr Spass: Prozess oder Ergebnis Deiner Arbeit?

Zur Zeit sind Prozess und Ergebnis der Shootings gleichermaßen spannend. Ich arbeite völlig autark, habe keine Assistenzen, die mir bei Organisation oder Logistik der einzelnen Shootings helfen. Das bedeutet, ich bin mit vollem Elan bei der Sache und gebe alles. Während eines Shootings habe ich den meisten Spaß. Der Prozess bei der Sache ist das Spannendste. Postproduction ist notwendig, aber im Moment nicht mein Steckenpferd, da ich noch Vollzeit als Art Director arbeite.

Was fällt Dir beim Fotografieren am Schwersten?

… ist es für mich neben meiner Arbeit als Art Director die Wochenenden für Fotoprojekte zu Opfern. Es ist ein hartes Pensum und auf Dauer nicht glücklich.
Bald gibt es dort aber einen massiven Umbruch und ich freue mich bereits sehr.

Welche Ratschläge kannst Du Anfängern geben?

Für junge Fotografen ist es wichtig vieles auszuprobieren und sich mit gleichgesinnten auszutauschen. Es ist so wichtig gute Gespräche zu haben und ehrliche, konstruktive Kritik anzunehmen und sie für sich zu nutzen.


zur Internetseite von Kirsten Becken


1 comment on this postSubmit yours
  1. “Ich steigere mein Wissen mit jedem Projekt und nehme die Erfahrungen an. ”

    Sehr schön gesagt und voll auf den Punkt ! Mal wieder ein sehr interessantes Interview.

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