Interview mit Fotograf Matthias Heiderich

Deine Fotografie ist für Dich…
Meine Fotografie ist für mich Kreativitätsventil und eine herrliche Möglichkeit der Momentkonservierung.

Womit beschäftigst Du Dich beruflich (falls Fotografie nicht Dein Beruf ist)?
Fotografie ist nicht mein Beruf, sondern mein Hobby, für das ich seit meinem Studienabschluss mehr Zeit und Energie habe. Ich versuche mir eine Art zweite Profession zu schaffen, in dem ich die Zeit nutze, mir autodidaktisch alles beizubringen, was ein Fotograf können muss.  Studiert habe ich Computerlinguistik und Phonertik, also etwas ganz anderes. Vermutlich werde ich irgendwann in dem Bereich arbeiten, denn mit Fotografie Geld zu verdienen ist relativ schwierig und wird in Zukunft sicher noch schwieriger.

Was begeistert Dich?
Begeistern kann mich viel.  Meistens hat es mit guter Musik und Fotografie zu tun.  Aber ich kann mich natürlich auch für anderes begeistern. Essen, Natur, Menschen und naja zugegebenermaßen kann ich mich auch für allerlei Technikschnickschnack begeistern und natürlich interessante Designarbeiten und Kunst allgemein.

Was fällt Dir beim Fotografieren am Schwersten?
Wenn man fast jeden Tag fotografieren geht, hängt das Ergebnis  von vielen Faktoren ab. Oft fehlt einfach die Inspiration, eine Idee, ein Gedanke und die Konzentration, weil man an andere Dinge denkt, manchmal fällt es mir jedenfalls schwer, mich vollkommen der Fotografie zu widmen. Wenn das nicht gelingt, komme ich nicht in den Flow-Zustand, in dem man stundenlang arbeiten kann und konzentriert einer Idee nachgeht und dann endet es oft ein bisschen frustrierend.
Schwer kann es natürlich auch sein, die Motive zu finden, die man sich wünscht um eine Idee umzusetzen. Und wenn man dann zu lange suchen muss, kommt noch das Problem mit der Motivation dazu.  An sich ist aber Fotografieren eine sehr dankbare Beschäftigung,  bei der man schnell zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommt und auch etwas in der Hand halten kann als Belohnung für seine Mühen.

Wie lange lebst Du in Berlin und wie ändert sich Deine Wahrnehmung zu dieser Stadt  mit der Zeit?
Ich wohne seit 2 Jahren in Berlin. Umso länger ich hier wohne, desto mehr fühle ich mich als harmonischen Bestandteil der Stadt. Ich sehe mich nicht mehr als ahnungslosen, tollpatschigen Touristen, sondern als jemanden, der in das Leben hier integriert ist. Man lernt nach einer Zeit, wie die Dinge sich verhalten und weiss, was einen wo erwartet. Dadurch wird man sicherer und die Stadt wird Teil der eigenen Identifikation. Ausserdem lernt man die Zustände einzuschätzen. Am Anfang war ich eingeschüchtert von allem möglichen hier. Den coolen, stylischen und vor allem lauten Menschen auf der Straße, den feschen Clubs und Bars, dem ganzen Trubel eben. Mit der Zeit erkennt man, dass das alles halb so cool ist, wie es nach außen hin scheint.

Hast Du Deinen Lieblingsort in Berlin?

Einen einzigen Ort zu benennen, fällt mir nicht leicht, es gibt so viele gute Orte hier. Ich bin gern in der Natur, am See, im Grunewald oder auf dem Teufelsberg fühle ich mich wohl, besonders ganz früh morgens, wenn alles noch unbevölkert ist. Aber auch die Parks sind schön, besonders der Tempelhofer Park, ich glaube, da bin ich zur Zeit am liebsten.

Weitere Fotos von Matthias Heiderich

1 comment on this postSubmit yours
  1. Sehr schöne Bilder, gefällt mir sehr! Glückwunsch! 🙂

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