Fotoausstellung :Max Scheler „Von Konrad A. bis Jackie O. – Bilder aus Deutschland, China und den USA“

Münchner Stadtmuseum – Sammlung Fotografie
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

21 May – 12 Sep 2010

Die Ausstellung zeigt mit rund 140 Exponaten den ersten großen Querschnitt aus dem Werk des bedeutenden Fotojournalisten. Max Scheler  war ein international bekannter Fotograf der Nachkriegszeit, Junior-Mitglied der Agentur MAGNUM und ab 1959 einer der großen Bildermacher des Stern. Mit Ende seines fotografischen Schaffens wurde er mit Gründung der ZeitschriftGEO 1975 dort Bildchef.
Als Schüler von Herbert List beginnt Scheler sein Schaffen im Deutschland des Wirtschaftswunders der 1950er Jahre. Politische Reportagearbeit bringt ihn zur Quemoykrise nach China und Taiwan und in den 1960er Jahren zur Kulturrevolution Mao Zedongs. Die USA bereist Max Scheler in den 1950er und 1960er Jahren mehrfach und berichtet für die Münchner Illustrierte und den Stern von Land, Leuten und politischem Leben.
Schelers Hauptthemen sind der ‚human interest‘, die menschlichen Verhaltensweisen, Freude und Trauer, Begeisterung und Verzweiflung. Bei der Wahl seiner Themen zeigt er sein Verlangen, Chronist bedeutender Ereignisse zu sein. Menschen unterschiedlichster Kulturkreise beobachtet er im Alltag, in Krisen- und Kriegszeiten, bei sozialen Problemen und Festlichkeiten. So entstehen Menschenbilder voller emotionaler Dichte, in ausführlichen Berichten, manchmal in mehreren Folgen.
Komisch und skurril, dann wieder ernst und dramatisch, mal dokumentierend und mal kommentierend, zeigen Max Schelers vielschichtige Bilder historische Ereignisse und Persönlichkeiten, aber auch alltägliche Momente der Welt, in der wir leben.
Die ausgestellten Werke lassen sich in drei Schauplätze unterteilen: Deutschland, China und USA. Während die Fotografien aus Deutschland das Wirtschaftswunder, den politischen Aufbruch der Bundesrepublik und die Teilung Deutschlands kommentieren, berichten die Bilder aus China von Krise, ideologischem Umbruch und kultureller Fremde. Die USA begegnet uns in den Arbeiten von Max Scheler als vielschichtiges und widersprüchliches Phänomen: hoch entwickelt und dennoch provinziell; demokratisch-fortschrittlich und dennoch rassistisch und ungerecht. Bilder der Vereinigten Staaten, die auch über die Zerrissenheit einer großen Nation berichten. http://www.stadtmuseum-online.de/index.html

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