Interview mit Werbefotograf Markus Mueller

Deine Fotografie ist für Dich …
Der Versuch Wertigkeit zu visualisieren, mich auszudrücken, Geschichten zu erzählen oder einfach nur ein schönes Bild zu machen.

Wie bist Du zur Werbefotografie gekommen?
Ursprünglich konnte ich mit Modefotografie noch recht viel anfangen zumindest wenn es darum ging mir für die Zukunft ein inspirierendes Betätigungsfeld vorzustellen. Mit der Zeit hat sich dann aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass ich zum einen einfach nicht der Typ „Modefotograf“ bin und zum anderen bestimmte Marktbedingungen hier in Deutschland mehr als schwierig sind. Ich sehe mich als eine Art kreativer Dienstleister. Der Werbemarkt funktioniert trotz Krise nach wie vor in Deutschland. Das Privileg durch Deutschland oder die Welt zu reisen umentweder eine geforderte Bildidee zu realisieren oder meine eigenen visuellen Vorstellungen umzusetzen, empfinde ich als äußerst angenehm.

Mit welchen Kompanien arbeitest Du?
Neben den Agenturen Jung von Matt, Scholz & Friends, Sudler & Hennessey, DDB,Grabarz & Partner, Heimat, McCann Erickson, Grey und Euro RSCG arbeite ich unteranderem auch für die Kunden Volkswagen, Deutsche Post, Hornbach, Adidas, DeutscheBahn, HDI, Skoda aber auch Axel Springer Verlag, Stern und Leviʻs.

An weichen Projekten arbeitest Du jetzt?
Ich bin gerade wieder aus Kalifornien zurückgekehrt. Ach ich liebe einfach dieses Stückchen Erde. Diese Großstadtkulissen und diese unglaublich vielfältigen Landschaften auf relativ engem Raum. Großartig! Aktuell produziere ich eine Kampagne für die Agentur Heimat und den Kunden Hornbach.

Was genau willst Du auf Deinen Fotos festhalten?
Sagen wir es mal so, in nicht kommerzieller Hinsicht empfinde ich eine Fotografie immer am stärksten wenn sie mir Freiraum zur Interpretation lässt dabei aber nicht willkürlich erscheint. Die Freiheit bei Bildern eigene Assoziationen in Gang zu setzen halte ich für existenziell. Natürlich ist das im Joballtag seltener der Fall aber seine Ideale sollte man fast nie außer Acht lassen.

Wer ist Dein(e) Lieblingsfotograf(in)?
Es gibt für mich nicht wirklich Lieblingsfotografen eher welche die mich auf die ein oder andere Art und Weise beeinflusst haben. Gregory Crewdson und David Drebin sind dazwei die mir spontan einfallen. Sicher aber auch Andere nur hab ich so meine Schwierigkeiten mit meinem Namensspeicher. Ich liebe aber auch die visuellen Welten die die Filmemacher David Lynch, David Fincher und zum Teil auch Steven Spielberg oder Wong Kar-Wai erschaffen.

Welche Ratschläge könntest Du Anfängern geben?
Den Ratschlag eine eigene Handschrift zu entwickeln oder zumindest mit Einer zus ympathisieren finde ich schon plausibel. Nur sollte man sich da nicht zu sehr unter Druck setzen. Die andere Seite ist aber auch, dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt schon wissen sollte was man will und in welcher Richtung man es versuchen möchte. Ewiges rumgedruckse bringt nichts. Wichtig wäre auch eine Bildbeurteilung von Leuten die davon Ahnung haben und nicht zum engsten Familienkreis zählen. Man muss so schnell wie möglich lernen mit fähiger Kritik umzugehen und produktive Schlussfolgerungen zu ziehen ohne sich dabei selbst völlig aus den Augen zu verlieren.

zur Internetseite von Markus Mueller

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